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Das Burgschloss wurde nach Willen von Pio
Enea der Obizzi, dem Erfinder der Haubitze, und in
nur drei Jahren, zwischen 1570 und 1573, erbaut
und pries den Ruhm der Familie der Obizzi,
Condottieri aus Burgund, die im Gefolge des
Kaisers Heinrich II. nach Italien übergesiedelt
sind.
Wie man beobachten kann, wenn man über die
Treppen ins Hauptgeschoss vordringt, ist das
Burgschloss mit seinen imponierenden Ausmaßen in
den Felsen des darüber liegenden Hügels
geschlagen. In seinem Inneren sind eine Reihe
von Fresken aufbewahrt, die von G.B. Zelotti,
einem Schüler von Veronese, realisiert wurden.
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Rings um das
Schloss herum gibt es eine Reihe von Parks,
darunter “Der Park der Delizien” (oder Hauptpark),
der reich an botanischen Arten ist, wie zum
Beispiel die ersten aus Amerika eingeführten
Magnolien- und Mammutbaumexemplare. Das Schloss
wurde dann im Laufe des Jahres 1600 von Pio Enea
II. ausgebaut und durch zahlreiche wichtige
Kollektionen, darunter das gut ausgestattete
Waffenarsenal, wertvoller.
Tommaso, der letzte Vertreter der Familie der
Obizzi, bereicherte die Schlosskollektionen
und
ordnete sie in einer extra dafür geschaffenen
Galerie an, wo die archäologische Fundsammlung
aufbewahrt war. Tommaso starb 1805 und vererbte
den Esten einen Wohnsitz mit einem so reichen
Museum (es verwahrte auch Friese des Parthenon),
dass es als eines der Wunderwerke des
venetischen Staates betrachtet wurde. Das
Burgschloss ging dann auf die Familie der
Habsburger über, die seine Kollektionen fast
komplett nach Wien und auf das Schloss
Konopischt bei Prag brachten. Nach dem ersten
Weltkrieg wurde das Bauwerk an die italienische
Regierung abgetreten, die es 1929 an die Familie
Dalla Francesca, noch heutige Besitzerin,
verkaufte. |
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