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Es existiert
keine Stadt mit Stadtmauer, die nicht ihr
eigenes Schloss verteidigen muss…überschreitet
also die Stadtmauern von Monselice und erreicht
in wenigen Minuten den Hügel della Rocca, wo
sich das Schloss Cini erhebt.
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Die
Einzigartigkeit dieses Schlosses begreift
man schon auf einem ersten Blick vom
davorliegenden Schlosshof aus: es ist ein
Zusammenspiel von verschiedenen
Bautypologien aus verschiedenen Epochen. Die
Restaurierung, die im Jahre 1935 begann, ist
dem Grafen Vittorio Cini zu verdanken, der
das Schloss mit Möbel-, Rüstungs- und
Waffensammlungen ausstattete, erworben von
Sammlern und Restauratoren, um die typische
Atmosphäre einer jede Epoche zu kreieren. |
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Das Schloss ist nämlich, während des ersten Weltkrieges,
vom italienischen Heer geräumt worden. Der Besuch
beginnt beim links gelegenen Gebäude, der Turm von Ezzelino III von Romano, berühmter Tyrann und Vikar von
Federico II von Svevia. Der Bau, der auf das XIII
Jahrhundert zurückgeht, ist eine mittelalterliche
Struktur mit defensiver Funktion und besteht aus
Trachyte, ein lokales Gestein, das im Steinbruch della
Rocca gewonnen wurde.
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Der große
Waffensaal im Erdgeschoss ist heute, durch die Carraresi, die hier von 1318 an lebten und
begannen das Schloss in ein Wohnhaus
umzuwandeln, in 3 kleinere Räume unterteilt. Zur
Erinnerung an die Signora sehen wir die rot-
weiße Schachmauer, in den Farben von Padua. Die
Säle beherbergen eine Waffensammlung, aufgebaut
vom Grafen Cini, mit Armbrust-, Speer- und
Feuerwaffen- und komplette Rüstungssammlungen. |
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Von besonderer Interesse
ist der originale carreresische Kaminturm, der die
Periode der Kamine im Inneren des Wohnhauses einweiht.
Er besteht aus zwei Rauchfängen, einen dekorierten
externen und einen internen um den Rauch abzuleiten,
zwischen denen sich ein feuerfester Sandsack befindet,
um auch bei geloschenen Feuer Wärme abzugeben.
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Der anliegende
Raum ist die Ca' Marcello, angebaut im XV
Jahrhundert von den Marcello, eine reiche
venezianische Familie die im Jahre 1405,
Jahr in dem die Serenissima Republik von
Venedig diese Gebiete eroberte, nach
Monselice kam und bis 1840 blieb. Diese
venezianische Villa besitzt eine Vereinigung
des Turms und des romanischen Hauses auf der
rechten Seite, die auf einen Versuch ins XI
Jahrhundert zurückgeht, um einen einzigen
Wohnungsbau zu kreieren.
Im ersten Stock
finden wir den Eingangssaal, ausgestattet
mit Möbeln aus der Renaissance, zum Großteil
aus der Toskana stammend, charakterisiert
durch einen typisch venezianischen Boden,
elastisch und leicht, widerstandsfähig gegen
Feuchtigkeit und Erdbeben. |
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Der Kastenoberboden aus dem
XVII Jahrhundert, der aus dem Palazzo Pepoli di Cento
stammt, repräsentiert eine Art Tierenzyklopädie (im
Original waren 289 verschiedene Tierarten dargestellt.). |
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Durch diesen Saal
betritt man die Wohnung Marcello, die sich genau
oberhalb des Waffensaales befindet. |
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Im zweiten
Stock empfängt uns der Saal, indem die Gäste
warteten bis sich die Türen des Festsaales,
Ort des Treffens, der Festessens und der
Tänze, öffneten. An den Wänden hängt eine
Sammlung von holländischen Wandteppichen,
die die wichtigsten Phasen einer Schlacht
darstellen. Der Kamin aus dem XV Jahrhundert
besteht aus dem rotem Marmor von Verona. |
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Spielsaal:
der carraresische Kamin mit venezianischen
Fresken ist prächtig.
Musiksaal: Kamin aus dem XIV Jahrhundert;
auf dem Tisch ein Spinett aus Elfenbein. |
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Im Freien
befindet sich ein typisch venezianischer
Vorhof mit einem Brunner in der Mitte. Die
darunterliegende Zisterne sammelte das
Wasser, das in die Spalten des Hofes
eindrang, durch den Sand filtriert wurde und
das, durch das Gesetz der kommunizierenden
Wasseradern, in den Brunnen hochstieg.
Der Hof ist von Gärten umgeben, die sich auf
siebenstöckigen Terrassen befinden und
entlang des Felshanges emporsteigen.
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Bevor die
Besichtigung endet, sollte die mittelalterliche
Küche aus dem XI Jahrhunderts, im Inneren des
romanischen Gebäudes, besichtigt werden. Die
Möbel die wir heute vorfinden, stammen aus dem
XIV Jahrhundert, aber im Mittelalter waren die
Küchen mit Holzplatten auf Stützen und Bänken
nur zur Essenszeit ausgestattet, um sie nachher
sofort abzubauen, damit die hohe Brandgefahr,
die durch den großen Kamin entstand, vermindert
wurde und um den Lagern der Sklaven und Tieren
Platz zu machen. |
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Der Grill im Kamin
konnte ganze Tiere kochen. Er ist mit einer Kette und
mit einem Gegengewicht ausgestattet, um die Bewegung zu
erleichtern.
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Infos: |
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Offnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag (Ruhetag Montag),
von März bis November. Die Besichtigung
des Schlosses ist nur im Rahmen einer
Führung möglich.
Führungszeiten:
Winterzeit: 9.00 – 10.00 – 11.00 Uhr und
14.00 – 15.00 – 16.00 Uhr
Sommerzeit: 9.00 – 10.00 – 11.00 Uhr und
15.00 – 16.00 – 17.00 Uhr
Eintrittskarte:
€ 5,50 voller Preis, € 4,50
reduzierte für Gruppen und Rentner über
fünfundsechzig Jahren, € 3,00 für
Schulklassen und Schülern von 6 bis 14
Jahren. |
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