Eine korrekte Ernährung ist eine grundlegende
Bedingung, um die natürliche Ordnung des
Organismus beizubehalten. Die Nahrung erlaubt es
uns, das Gleichgewicht der Doshas und demzufolge
die Gesundheit zu erhalten.
Wenn die Verdauungsphase wichtig ist, weil sie
es uns gestattet, die Nahrung aufzunehmen und
ihre Eigenschaften zu verwerten, dann ist die
Modalität, wie wir ein Gericht zu uns nehmen,
genauso lebenswichtig: mit anderen Worten, wir
müssen nicht nur darauf achten, was wir essen
sondern auch wie wir essen.
Nach eigenem
Gefühl essen, weder zu viel noch zu wenig;
Nur bei Hunger
essen;
Nicht essen,
bevor die vorige Mahlzeit verdaut ist;
Kalte Speisen
und Getränke vermeiden;
In ruhigem
Umfeld essen, Ablenkungen vermeiden (Fernsehen,
Lektüre usw.);
Nie in unruhiger
Gemütsverfassung essen;
Konservierte
Nahrung, Dosen und Eingefrorenes vermeiden;
Die
Hauptmahlzeit mittags einnehmen;
Abends keine
schwer verdaulichen Nahrungsmittel zu sich
nehmen;
Nur
untereinander verträgliche Nahrungsmittel
kombinieren;
Ayurveda ist der Ansicht, dass die in der Nahrung
enthaltenen verschiedenen Eigenschaften in einem Gericht
problemlos, aber mit den gebührenden Proportionen und
unter der Bedingung, dass das Verdauungs- und
Stoffwechselsystem leistungsfähig sind, kombiniert
werden können. Die Nahrungsmittel sind in Hinsicht auf
ihre geschmacklichen Eigenschaften untersucht und das
gibt eine generelle Idee ihres Ernährungswertes. Im Ayurveda unterscheidet
man sechs hauptsächliche Geschmacksrichtungen oder Rasa:
•
süß
•
sauer
•
salzig
•
scharf
•
bitter
•
zusammenziehend
Jeder der sechs Geschmacksrichtungen werden
Eigenschaften und Wirkungen zugeschrieben: der süße Geschmack baut Körpergewebe auf; der
saure Geschmack
verbessert den Kreislauf; der salzige Geschmack ist
abführend und krampflösend; der scharfe Geschmack regt
die Verdauung an; der bittere Geschmack steigert den
Metabolismus und entgiftet; der zusammenziehende
Geschmack wirkt desinfizierend und stoppt Durchfall.
Nachfolgend führen wir für jeden Geschmack einige
Lebensmittelbeispiele auf:
Bitter:
Zichorie, Spinat, Gemüse mit breiten Blättern,
Rhabarber, Kaffee.
Zusammenziehend:
Hülsenfrüchte, Linsen, Gerste, Bananen und
unreife Kaki, Curcuma.
Eine ausgeglichene Diät
sollte alle sechs Geschmacksrichtungen in den richtigen
Proportionen enthalten, da ein Übermaß jeder dieser
Geschmäcker negative Auswirkungen hat: zum Beispiel kann
ein Übermaß an süßem Geschmack zu Fettleibigkeit und
Trägheit führen, an scharfem zu Brennen und Blutungen
und an bitterem zu Abmagerung.
Bei einer idealen Diät sollte der süße Geschmack
überwiegen, d.h. das Getreide (Reis, Weizen). Die
anderen Geschmacksrichtungen sollten progressiv in
kleineren Mengen vorhanden sein, einschließlich des
scharfen Geschmacks (z.B. Gewürze), des bitteren (z.B.
Gemüse mit breiten Blättern) und des zusammenziehenden (z.B.
Hülsenfrüchte).
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